Taufe

In unserer Kirchengemeinde finden etwa einmal im Monat Gottesdienste mit Taufe statt. Manchmal taufen wir im Gottesdienst für Große und Kleine, manchmal im "normalen" Sonntagsgottesdienst, manchmal in besonderen Festgottesdiensten, wie zum Beispiel in der Osternacht oder am Pfingstmontag.

Immer freut sich die ganze Kirchengemeinde über den Täufling: "Herzlich willkommen in unserer Gemeinschaft, herzlich willkommen in der weltweiten Gemeinschaft der Christen! Wie schön, dass Gott Dir heute seine Liebe und seinen Segen für immer zusagt! Und wie schön, dass von nun an feststeht: Du gehörst zu Christus, sein Licht leuchtet für dich, an den hellen und auch an den dunkleren Tagen!" 

Denn genau das geschieht durch die Taufe: Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde. Sie ist das Sakrament der Zugehörigkeit zum gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus und der Beginn einer lebenslangen, ja sogar das Leben auf der Erde überschreitenden Beziehung mit Gott. Sie ist einmalig und unwiederruflich, weil Gott seine einmal geschenkte Liebe niemals zurücknimmt.

Interessieren Sie sich für die Taufe? Wir haben für Sie einige Informationen zusammengestellt. 

Die aktuellen Tauftermine können Sie immer im hinteren Teil unseres Gemeindebriefs nachlesen. Auskunft erteilt gerne auch unser Kirchenbüro.

Wir taufen in unserer Kirchengemeinde grundsätzlich in Sonn- oder Festtagsgottesdiensten. Durch seine Taufe wird ein Mensch Mitglied der christlichen Gemeinschaft; wir finden, dass die Gemeinschaft dann auch dabei sein sollte! Ausnahmen von dieser Regel sind aber möglich, bitte sprechen Sie dazu direkt Pastorin Blattmann an.

 

Ein Taufgottesdienst enthält viele Elemente eines "normalen" Gottesdienstes,- es wird gesungen, gebetet, aus der Bibel gelesen. Etwas besonderes geschieht im Taufgottesdienstes aber doch gleich am Anfang. Die Täuflinge werden begrüßt und vorgestellt und erhalten als Zeichen, dass sie durch die Taufe zu Jesus Christus gehören werden, mit dem Finger ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.

Die eigentliche Taufe findet meist nach der Predigt statt. Dabei wird zu Beginn der "Taufbefehl" vorgetragen, also der Auftrag des auferstanden Jesus Christus an seine Jünger, alle Menschen zu taufen und in den Glauben einzuführen.

Anschließend werden bei Kindertaufen die Eltern des Täuflings gefragt, ob sie bereit sind, das in Ihrer Macht stehende zu tun, damit im Täufling der Glaube an Jesus Christus wachsen kann. Die Paten werden gefragt, ob sie für ihr Patenkind da sein, für es beten und ihm helfen wollen, im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu leben. Zuletzt wird an die Gemeinde die Frage gerichtet, ob sie den Täufling und seine Eltern und Paten bei all dem unterstützen will. Daraufhin antwortet unsere Fintler Kirchengemeinde gern laut: "Ja, mit Gottes Hilfe!" Alle zusammen sprechen wir daraufhin das Apostolische Glaubenbekenntnis; wir bekennen den Glauben, in den wir taufen.

Bei Jugendlichen ab 14 Jahren und bei Erwachsenen gestaltet sich die Taufe etwas anders! Ältere Jugendliche und Erwachsene brauchen in Glaubensfragen ja keine Stellvertreter mehr, sondern werden selbst gefragt, ob sie getauft werden wollen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen findet deshalb vorab auch eine Taufvorbereitung statt, entweder durch die Konfirmandenarbeit, die ja nichts anderes ist als eine (häufig nachgeholte) Taufvorbereitung, oder durch Gespräche mit unserer Pastorin. Wenn Sie sich für eine Erwachsenentaufe interessieren, lesen Sie gern auch hier weiter. 

Nach dem Glaubensbekenntnis findet schließlich die eigentliche Taufe statt. Das Taufwasser wird eingeschenkt und der Täufling tritt ans Taufbecken bzw. wird von seinen Eltern und Paten ans Taufbecken getragen und begleitet. Bei der Taufhandlung gießt unsere Pastorin einige Tropfen Wasser über den Kopf des Täuflings: "Ich taufe dich im Namen Gottes - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen." Ein Segen schließt die Taufhandlung ab, die so kurz ist und doch so viel verändert!

Was durch die Taufe geschehen ist, zeigen die beiden anschließenden Rituale. Jeder Täufling bekommt seinen eigenen Taufspruch aus der Bibel, heute meist entweder selbst ausgewählt oder von den Eltern oder Paten ausgesucht. Durch die Auswahl des Spruchs wird ausgedrückt: Das, was Gott da in der Bibel zusagt, das gilt durch deine Taufe jetzt für dich! Jeder Täufling erhält auch eine Taufkerze - als Zeichen dafür, dass Jesus Christus fortan für immer das Licht seines Lebens ist!

Gern schließen wir in Fintel Kindertaufen mit einem Segen für die Eltern und Paten und auch für eventuelle Geschwisterkinder ab. Durch die Taufe beginnt ein Leben mit Gott, das wie jeder weiß, wie jede Beziehung Höhen und Tiefen haben kann. Da kann man von Gottes Segen nie genug bekommen!

Zur Taufe gehört heutzutage eine Taufkerze. Jeder Täufling bekommt nach seiner Taufe eine Taufkerze überreicht - als Zeichen, das von nun an Jesus Christus das Licht seines Lebens ist, gleich was kommt.

Als Kirchengemeinde bieten wir all unseren Täuflingen an, dass wir ihnen eine Taufkerze schenken. Für jeden Täufling schreiben wir ihren oder seinen Namen auf die Kerze. Gern zeigen wir Ihnen unsere Taufkerzen, wenn Sie im Kirchenbüro vorbeikommen. Natürlich ist es aber auch möglich, dass Sie Ihre eigene Taufkerze mitbringen. Es ist auch eine schöne Tradition, dass Taufpaten eine Taufkerze verzieren. Überlegen Sie und geben Sie uns spätestens eine Woche vor der Taufe Bescheid.

Gern ermutigen wir, die Taufkerze nach der Taufe nicht verstauben zu lassen. Entzünden Sie die Taufkerze jedes Jahr am Tauftag und erinenrn Sie Ihr Kind damit an seine Taufe! Auch als Geburtstagskerze lässt sich die Taufkerze gut einsetzen. Es ist nciht nur für Kinder schön (nicht nur) am Geburtstag zu hören: "Übrigens, du bist auch ein Kind Gottes! Gott freut sich riesig über dich und hat dich lieb!"

 

 

Wie findet man den passenden Taufspruch? Wir empfehlen Ihnen drei Wege, einen für Sie passenden Trauspruch zu finden:

1.) In der klassischen Lutherbibel sind die bekanntesten und oft schönsten Sprüche fettgedruckt, dies ist eine große Hilfe beim Suchen. Blättern Sie einfach einmal durch das Neue Testament oder die Psalmen, wo es viele gute Sprüche gibt.

2.) Gucken Sie in die Tauf- und Konfirmationsurkunden Ihrer Vorfahren! Oder fragen Sie in Ihrer Familie oder in Ihrem Freundeskreis herum, wer welchen Traufspruch hat, - daraus können spannende Gespräche und eine Anregung für Sie entstehen!

3.) Schauen Sie ins Internet, z.B. auf das Portal www.taufspruch.de, das eine gute Suchfunktion bietet. 

Auf www.taufspruch.de haben Sie auch die Möglichkeit, sich unterschiedliche Übersetzungen eines Verses anzeigen zu lassen. Als evangelisch-lutherische Kirchengemeinde freuen wir uns, wenn sie die Luther-Übersetzung auswählen. Vielleicht ja den wortgleiche Vers wie Oma oder Opa...? Wenn Sie aber lieber eine andere Übersetzung hätten, weil Ihnen diese besser gefällt, ist auch dies möglich. Bitte notieren Sie in diesem Fall dann den genauen Wortlaut des gewünschten Taufverses auf Ihrer Taufanmeldung oder weisen Sie unsere Pastorin im Taufgespräch darauf hin.

https://www.ekd.de/Taufe-10844.htm

Für eine Taufe brauchen wir immer eine Kopie der Geburtskunde des Täuflings sowie ein unterschriebenes Anmeldeformular, das Sie direkt im Kirchenbüro erhalten.

Welche weiteren Unterlagen wir benötigen, hängt von Ihrem Einzelfall ab. Gerne teilt Ihnen unser Kirchenbüro mit, was Sie genau benötigen.

So viel aber schon hier vorab: Planen Sie eine Kindertaufe und sind als Eltern selbst Mitglied unserer Fintler Kirchengemeinde und sind die zukünftigen Paten ebenfalls Mitglied unserer Kirchengemeinde, benötigen wir nur noch die Angabe der Namen der Paten. Gehören die Paten anderen Kirchengemeinde an, müssen ihre Paten von dort eine "Patenbescheinigung" anfordern und an unser Kirchenbüro senden. Das kann schon einmal ein paar Tage dauern,- bitten Sie die zukünftigen Paten also möglichst bald darum.

Weitere kirchliche Unterlagen sind notwendig, wenn Sie als Eltern selbst einer anderen Kirchengemeinde angehören - in diesem Fall müssen Sie von Ihrer Kirchengemeinde ein "Dimissoriale" anfordern. Das ist die Bestätigung, dass sie Ihrer Kirchengemeinde angehören und Ihr Kind bei uns getauft werden kann. Wenn dieser Fall auf Sie zutrifft, bitten wir Sie, auch dieses Dokument möglichst rasch anzufordern und direkt ans Kirchenbüro senden zu lassen.

Leben Sie und ein weiterer Sorgeberechtigter getrennt oder haben unterschiedliche Meinungen zur Taufe, so genügt das Verlangen eines Sorgeberechtigten für die Taufe, wenn der andere nicht widerspricht.

Bei Erwachsenen entfallen dagegen natürlich alle Patenunterlagen. Von Erwachsenen benötigen wir dafür aber eine Kopie des Personalausweises...

Sie sehen schon: Je nach Einzelfall sind unterschiedliche Unterlagen erforderlich - genauso wie es halt viele Lebensituationen gibt, von denen hier ja nur einige angesprochen sind. Bitte fragen Sie im Kirchenbüro nach oder wenden Sie sich direkt an Pastorin Lotte Blattmann, die Sie unkompliziert und vertrauensvoll beraten wird. 

Pate oder Patin werden können alle, die Mitglied der evangelischen Kirche und mindestens 14 Jahre alt sind, ins Patenamt einwilligen und entweder konfirmiert wurden oder die Erwachsenentaufe empfangen haben. 

Angehörige anderer christlicher Kirchen können ebenfalls Pate oder Patin werden, sofern ihre Kirchen die Magdeburger Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe unterzeichnet haben. Dazu zählen neben der evangelischen und römisch-katholischen Kirche auch viele orthodoxe, altorientalische und andere evangelische Kirchen. Um sicher zu gehen, sprechen Sie Ihre Patenwünsche direkt bei der Taufanmeldung an.

Grundsätzlich gilt, dass jedes Kind mindestens eine Patin/einen Paten  haben muss und das mindestens ein Patin/ein Pate der evangelischen Kirche angehören muss. Kann im Ausnahmefall kein evangelischer Pate oder keine evangelische Patin benannt werden oder sogar gar überhaupt keine Patin und kein Pate oder kann der gewünschte Pate aus gewichtigen Gründen nicht am Tauftag dabei sein, gibt es aber Ausnahmeregelungen. Bitte sprechen Sie für alle besondere Fälle direkt Pastorin Blattmann an.

Wer nicht getauft ist, keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, kann nicht Taufpatin oder Taufpate werden. Das klingt für manche hart, ist aber irgendwie logisch: Patinnen und Paten haben die (im übrigen aus kirchlichlicher Sicht einzige) Aufgabe, einen Täufling auf dem christlichen Glaubensweg zu begleiten und zu unterstützen. Dazu muss ein Pate oder eine Patin kein "Superchrist" sein, was das auch immer sein sollte... Aber ein Pate und eine Patin muss zu den Gründen, was ihn oder sie am Glauben und der Kirche hält, stehen - authentisch und damit auch durch seine bzw. ihre Kirchenmitgliedschaft.

Natürlich steht die Kirchentür aber allen offen: Beim Taufgottesdienst kann jeder und jede dabeisein und mitfeiern. Und Lebensbegleiter können Menschen auch jenseits der kirchlichen Patenschaft sein. Manchmal ist die Anfrage, ob man Patin oder Pate werden möchte, aber auch ein Anlass, über einen (Wieder-)eintritt in die Kirche nachzudenken. Sprechen Sie die Menschen, an die Sie denken, einfach einmal daraufhin an! Bei einem Wiedereintrittswunsch oder bei der Überlegung einer Erwachsenentaufe steht unsere Pastorin Lotte Blattmann allen gern zur Seite!

Sind Sie Mitglied unserer Kirchengemeinde und gefragt worden, ob Sie Patin oder Pate eines Kindes aus unserer Kirchengemeinde werden möchten, benötigen Sie keine Unterlagen. Die Eltern oder Sorgeberechtigten Ihres Patenkindes müssen bei uns lediglich Ihren Namen nennen.

Sind Sie Mitglied unserer Kirchengemeinde und dürfen für ein Kind Patin oder Pate werden, das zu einer anderen Kirchengemeinde gehört, benötigen Sie von uns einen Patenschein, den Sie in der anderen Gemeinde abgeben müssen. Der Patenschein dokumentiert, dass die Person, auf deren Namen die Bescheinigung ausgestellt ist, das Patenamt übernehmen darf. Wir freuen uns mit Ihnen über Ihre Patenschaft und erstellen Ihnen gern einen Patenschein. Melden Sie sich dazu bitte einfach im Kirchenbüro.

Dürfen Sie dagegen für ein Kind Patin oder Pate werden, das aus unserer Kirchengemeinde kommt, gehören selbst aber einer anderen Kirchengemeinde an, bitte wie Sie um einen Patenbescheinigung. Diese ist im Gemeindebüro der Kirchengemeinde erhältlich, zu der Sie gehören. Wir freuen uns, dass Sie bei uns Patin oder Pate werden!

Bei der Taufe Ihres Patenkindes erhalten Sie als Patin oder Pate von uns eine Patenurkunde.

Die Taufe ist ein Sakrament, durch das Gott dem Täufling für immer seine Liebe verspricht. Wie bei jeder Beziehung ist aber aber nicht besonders fruchtbringend, wenn nur einer liebt... Anders gesagt: Die Taufe ist der Anfang eines Lebens mit Gott und soll deshalb etwas in Gang setzen, das weitergeht und wächst!

Sicher stehen Eltern und Paten ständig im "ganz normalen Leben" und nicht immer ist es leicht, den Kontakt zum Glauben und zur Kirche zu behalten. Gerade deswegen ermutigen wir dazu, denn wenn man das Feuer nicht irgendwie weitergibt, erlischt es! 

Viele Wege der Glaubensvermittlung sind zudem leichter als man zunächst denkt. Gerade kleine Kinder sind leicht für die Geschichten der Bibel zu begeister. Lesen Sie Ihrem Kind oder Patenkind also aus der Kinderbibel vor! Fünf Jahre nach ihrer Taufe, laden wir übrigens alle bei uns getauften Kinder zu einem Tauferinnerungs-Gottesdienst ein, in dem die "Jubilanten" auch von uns eine Kinderbibel geschenkt bekommen. 

Ein weiterer ganz wichtiger Weg, um den Glauben ins Kinderleben zu bringen, ist das Gebet. Zur Taufe bekommen Sie deshalb von uns ein Heftchen mit Gebeten geschenkt, dies Sie beim Zubettbringen sprechen können. Schön ist es auch, ein Gute-Nacht-Lied zu singen wie "Der Mond ist aufgegangen" oder dem Kind zur Gutenacht ein Kreuz auf die Stirn zu zeichnen, wie bei der Taufe. Für das Mittagsgebet gibt es z.B. tolle Gebetswürfel, für die sich fast alle Kinder begeistern lassen. Gern gibt unsere Pastorin Blattmann Ihnen weitere Tipps!

Gern unterstützen wir als Kirchengemeinde Sie bei Ihren Bemühungen, den Glauben ins Leben zu bringen. In unserer Kirchengemeinde beginnen die Angebote mit unserer Krabbelgruppe dazu tatsächlich im Säuglingsalter. Für Kinder und Jugendliche gibt es viel zu entdecken - nicht nur, aber auch die Konfirmandenarbeit, die bei uns in der 4. Klasse beginnt. Schauen Sie sich doch einmal hier um.